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Informationen über Zelte
Shelter from the Storm
Das Zelt ist ein Synonym für Urlaub und Zuhause zugleich. Es macht Sie
mobil und unabhängig. Ihr Zelt bietet Ihnen auch an entlegenen Orten Schutz.
Wenn der Regen nachts auf das Zeltdach prasselt, schlafen Sie beruhigt
ein.
Mit Ihrem Zelt nehmen Sie ein Stück Vertrautheit und Verläßlichkeit mit,
egal wohin Sie fahren.
Um das richtige Zelt für Sie zu finden, machen Sie sich klar, für welche
Zwecke Sie es brauchen. Bedenken Sie dabei auch, dass Ihre Ansprüche steigen,
je anspruchsvoller Ihre Touren werden. ·
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Welches Klima erwarten Sie: Extreme Hitze oder Kälte, Regengüsse oder
trockenes, heißes Wetter, muss Ihr neues Zelt starken Stürmen trotzen?
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Wie geräumig soll Ihr Zelt sein: Für wie viele Personen, muss Gepäck
mit hinein?
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Ist das Zelt für Sie ein Notbehelf falls die Hotels belegt sind,
oder ist es Ihr zweites Zuhause? ·
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Spielen Gewicht und Packmaß für Sie eine Rolle?
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Ist es für Sie eine langfristige Anschaffung, oder brauchen Sie das
Zelt nur für diesen einen Urlaub?
Wir haben unser Zeltprogramm sorgfältig aus dem auf dem Markt befindlichen
Angebot zusammengestellt. Wir bieten Zelte für jeden Einsatz und/oder
jeden Geldbeutel. Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen
Ihre Entscheidung erleichtern.
Zeltkonstruktion
Eindachzelte. Das sind in der Regel die, die morgens stark an eine
Tropfsteinhöhle erinnern. Das wasserdichte Material läßt die Feuchtigkeit
der Atemluft nicht nach außen, diese kondensiert an der kälteren Zeltplane
und tropft auf Ihren Schlafsack (Ausnahmen: Zelte aus Gore-tex® oder Baumwolle).
Um das Kondenswasser von Ihnen fernzuhalten, wählen Sie ein Doppeldachzelt.
Das unbeschichtete Material des Innenzeltes lässt die Feuchtigkeit durch,
so dass sie am wasserdicht beschichteten Außenzelt kondensiert und dort
abläuft.
Ein zweites Unterscheidungsmerkmal in der Konstruktion ist das innen-oder
außenliegende Gestänge, d.h., dass das Gestänge am Innen- oder Außenzelt
befestigt wird.
Bei einem außenliegenden Gestänge bauen Sie das Außenzelt zuerst auf,
das Innenzelt wird mittels Klettverschluss oder Ösen eingehängt. Sie können
natürlich auch beides zusammenlassen und zusammen aufbauen.
Den Vorteil dieser Konstruktion werden Sie in regenreichen Gebieten erkennen,
das Innenzelt bleibt beim Auf- und Abbau trocken.
Für warme Gebiete empfehlen wir Ihnen ein Zelt mit innenliegendem Gestänge.
Sie bauen zuerst das Innenzelt auf und spannen danach das Außenzelt darüber.
Wenn es richtig heiß ist, stellen Sie nur das Innenzelt auf, die Belüftung
ist um ein Vielfaches besser.
Ein Zelt mit zwei Eingängen bietet die Möglichkeit einer perfekten Durchlüftung.
Zeltformen
Jede Zeltform hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Entscheiden Sie,
welche für Sie die richtige ist.
Kuppelzelte sind freistehend. Sie brauchen wenig Heringe und eignen
sich deshalb besonders für problematischen Untergrund (Fels, Sand, Schnee).
Das Raumangebot ist im Verhältnis zur Grundfläche recht gut. Kuppelzelte
mit zwei oder drei Stangen, die sich über dem Zeltmittelpunkt kreuzen,
sind einfach und schnell aufzubauen.
Geodätische Zelte haben in der Regel vier Stangen, die sich mehrfach
kreuzen. An den Kreuzungspunkten der Stangen wird der Winddruck gleichmäßig
verteilt und abgeleitet. Die Windstabilität ist dadurch deutlich höher
als bei den Kuppelzelten mit nur einem Kreuzungspunkt.
Das Tunnelzelt bietet Ihnen das beste Raumangebot im Verhältnis
zur Grundfläche und ist aufgrund der parallellaufenden Stangen einfach
in der Handhabung. Die Windstabilität ist sehr hoch, wenn Sie das Zelt
in Windrichtung aufbauen, da die Angriffsfläche klein ist. Sie brauchen
aber auf jeden Fall Heringe, um ein Tunnelzelt aufzustellen.
Einbogenzelte sind sehr leicht, klein im Packmaß und schnell aufzubauen.
Die Raumausnutzung ist aufgrund der schrägen Wände nicht so gut. Sie benötigen
ebenfalls Heringe, um diesen Zelttyp aufzustellen.
Gesondert erwähnen möchten wir noch die Großzelte, die zwar keine
eigene Zeltform sind (sie sind ebenfalls Kuppel- oder Tunnelzelte), aber
doch einen neuen Zelttyp darstellen.
Mit viel Platzangebot und Stehhöhe sind sie die optimale Alternative zu
schweren und langwierig aufzubauenden Steilwandzelten.
Materialien
Entscheidend für den Preis, aber auch für die Leistung eines Zeltes, ist
das Material. Bitte beachten Sie aber unbedingt, daß das Material in Zusammenhang
mit der Beschichtung gesehen werden muss, da beide eine Einheit bilden
(s.u.).
Materialien für Außenzelte:
Nylon (Polyamid) ist das Material mit der besten Reiß- und Scheuerfestigkeit
im Verhältnis zum Gewicht. Die Reißfestigkeit erhöht sich noch, wenn Nylon
als Rip-Stop Material verarbeitet wird. Hierbei werden ca. alle 5 Millimeter
dickere Ketten - und Schußfäden in das Material eingewebt. Nachteile von
Nylon sind die geringere UV - Resistenz und die Dehnung bei Nässe. Dadurch
kann es nötig sein, dass Sie das Zelt bei Regen nachspannen müssen.
Polyester überzeugt durch seine geringe Dehnung bei Nässe und die
hohe UV - Resistenz. Es ist etwas schwerer als Nylon und nicht ganz so
reiß-und scheuerfest.
Für das Innenzelt wird fast ausschließlich Nylon verwendet. Gute
Wasserdampfdurchlässigkeit, geringes Gewicht und hohe Stabilität machen
es zu dem Material für Innenzelte.
Um es besonders luftig zu machen, verwenden einige Hersteller auch Moskitogaze
in Teilen oder für das gesamte Innenzelt. Selten findet man noch Baumwolle
oder Baumwollmischgewebe. Sie sind schwerer, nicht so stabil und nicht
so dauerhaft wie Nylon. Auch für den Boden wird aus o.g. Gründen in der
Regel Nylon verwendet.
Das Herzstück des Materials ist die Beschichtung. Während für das
Innenzelt ein unbeschichtetes Material verarbeitet wird, müssen Außenzelt
und Boden wasserdicht sein. Laut DIN sind die Materialien wasserdicht,
die eine Wassersäule von mehr als 1300 mm aufweisen. Spannen Sie ein Stück
Stoff unter einen zylindrischen Behälter und füllen diesen mit Wasser.
Wenn der Stoff bei einer Füllhöhe von 1300 mm kein Wasser durchlässt,
gilt er als wasserdicht.
Wer auch immer diesen Wert festgelegt hat, er war noch nie bei schlechtem
Wetter mit dem Zelt unterwegs. In der Praxis zeigt sich, dass dieser Wert
nicht ausreichend ist, da er z.B. den Zeitfaktor (Alterung) nicht berücksichtigt.
Verfallen Sie auf der anderen Seite nicht dem Wassersäulenwahn, mehr als
dicht muss Ihr Zelt ja nicht sein.
Als Richtwert gelten >3000 mm für das Außenzelt und >5000 mm für den Boden
als ausreichend für die meisten Einsätze. Dass eine sehr hohe Wassersäule
nicht das einzige Kriterium ist, wird bei der Polyurethan Beschichtung
(PU) deutlich.
PU ist eine hochwertige, flexible Beschichtung, die oft in mehreren Lagen
aufgetragen wird. Allerdings senkt diese Beschichtung die Reißfestigkeit
des Materials. Was nutzt Ihnen ein Zelt mit 30.000 mm Wassersäule, das
nicht mehr besonders reißfest ist?
Für Zeltböden ist PU erste Wahl, da die Scheuerfestigkeit des Materials
nicht beeinträchtigt wird.
Die Silikonbeschichtung hat keinen negativen Einfluss auf die Reißfestigkeit,
erhöht aber die UV Beständigkeit, wenn sie außen aufgetragen ist. Außerdem
perlt der Regen besser ab, so dass das Material nicht so viel Wasser aufnimmt.
Die Silikonbeschichtung wird oft zweifach von innen und einfach von außen
aufgetragen. Sie ist die aufwendigste und teuerste Beschichtung und macht
besonders in der Kombination mit hochwertigen Nylongeweben Sinn.
Weiterhin gibt es die Acrylbeschichtung, die nicht besonders haltbar
ist und meist nur knapp die o.g. DIN erfüllt. Wenn Ihr Zelt wirklich wasserdicht
sein soll, dann müssen auch die Nähte abgedichtet sein.
Bei den meisten PU - beschichteten Zelten sind die Nähte bandversiegelt.
Das ist, je nach Qualität, keine Lösung für die Ewigkeit. Einige Hersteller
legen deshalb eine Tube Nahtdichter bei, mit dem Sie undicht gewordene
Stellen selber abdichten können.
Silikonbeschichtete Stoffe lassen sich nicht bandversiegeln. Hier müssen
Sie in jedem Fall mit Nahtdichter arbeiten.
Gestänge
Das Gestänge hält Ihr Zelt in Form. Bei Kuppel- und Tunnelzelten wird
eine flexible Stange aus mehreren Segmenten unter Spannung gesetzt, so
dass sie einen Bogen bildet. Um dieser Spannung auch bei starkem Wind
standhalten zu können, muss das Gestänge aus einem flexiblen und stabilen
Material bestehen.
Aluminiumlegierungen sind die Lösung. Die Firma Easton setzt mit der Legierung
7075 E9 hier den Maßstab. Es gibt auch europäische und asiatische Anbieter,
deren Gestänge von guter Qualität sind (7001 T6 / 7075 T6).
Die einzelnen Segmente sind mit einem Gummizug verbunden, so dass sie
jeweils einen Gestängebogen zusammen halten. Bei einem guten Gestänge
sitzen die Verbindungshülsen innen, das erleichtert das Einfädeln der
Stange in den Gestängekanal.
Eine Eloxierung schützt das Material vor Witterungseinflüssen. Bei billigen
Zelten finden Sie auch noch Fiberglasgestänge, die allerdings entweder
sehr schwer und schlecht in der Handhabung oder aber schwer und bruchanfällig
sind.

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