Informationen über Rucksäcke

On the road again

Sie haben alles dabei, was Sie brauchen. Sie haben die Hände und den Kopf frei. Sie gehen dort weiter, wo der Koffer steckenbleibt. Und Sie wundern sich, warum Leute Koffer wie einen Hund an der Leine führen, sich mit Einkaufstüten abschleppen oder Schlagseite von ihren Aktenkoffern kriegen. Wir bieten Ihnen den richtigen Rucksack. Ob für Schule, Uni, Einkauf, Bergtour, Trekking oder Fernreise, Sie haben die Wahl.

Einsatzzweck
Wir unterscheiden die Rucksäcke nach ihrem Einsatzzweck. Mit dem Tagesrucksack (Daypack) sind Sie für die Erfordernisse des Alltags und für Tagestouren gerüstet. Der Daypack fasst bis ca. 40 l und nimmt Ihre Bücher, Butterbrote, Thermoskanne, Regenbekleidung oder Einkäufe auf. Verschiedene Unterteilungen oder Außentaschen erleichtern es Ihnen, Ordnung zu halten. Gepolsterte Schultergurte und ein gepolsterter Rücken gelten inzwischen fast als Standard. Einen richtigen Hüftgurt hat ein Daypack nicht; Bauchgurte dienen jedoch dazu, das Hin- und Herschlingern des Rucksacks zu verhindern.
Für ambitionierte Wanderer empfehlen wir einen Rucksack mit Rückenbelüftung.

Für mehrtägige Wanderungen, für Skitouren oder zum Klettern brauchen Sie einen Tourenrucksack mit ca. 30 - 45 l Fassungsvermögen.
Für diesen Einsatz raten wir Ihnen zu einem robusten, leichten Rucksack. Das ist in der Regel ein Einkammer-Rucksack mit einem fixen Tragesystem. Reißverschlüsse, Unterteilungen und ein verstellbares Tragesystem schlagen sich nicht nur im Preis, sondern auch im Gewicht nieder. Einige Tourenrucksäcke haben ein Tragesystem wie ein Trekkingrucksack, d.h., mit Innengestell und gepolstertem Hüftgurt. Da ein Tourenrucksack aber meist ein geringeres Volumen und damit auch eine geringere Rückenlänge hat, sitzt der Hüftgurt bei großen Menschen weit oberhalb des Hüftknochens und dient damit bestenfalls als Bauchbinde. Suchen Sie sich also den Rucksack, der wirklich zu Ihnen passt.

Für mehrwöchige Unternehmungen brauchen Sie einen großen Rucksack (ca. 50 - 80 l), der landläufig unter dem Begriff Trekkingrucksack geführt wird. Unter diesen Begriff fallen sowohl die Außen- als auch die Innengestellrucksäcke. Außengestellrucksäcke (Kraxen) besitzen einen starren Rahmen, an dem der Packsack und das Tragesystem befestigt sind. Sie haben einen sehr begrenzten Einsatzbereich, Außengestellrucksäcke dienen zum Transport sehr schwerer Lasten (> 25 - 30 kg). In den Bergen sind sie aufgrund ihres hohen Schwerpunktes ungeeignet. Sollten Sie also Ihren gut gefüllten Kühlschrank durch die flache Wüste transportieren wollen, ist die Kraxe Ihre erste Wahl. Normalerweise sind Sie mit einem Innengestellrucksack besser bedient.
Bei ihm ist das Tragesystem direkt am Packsack befestigt, der Rücken wird durch Schienen oder Platten versteift, so dass eine gute Kraftübertragung auf den Hüftgurt gewährleistet ist.

Eine spezielle Form des Innengestellrucksackes ist der Kofferrucksack. Auf dem Rücken zu tragen oder als Reisetasche zu verwenden, ist er das ideale Gepäckstück für Rucksackreisende undercover. Das Tragesystem lässt sich vollständig verdecken, so dass nichts lose herumbaumelt und hängen bleiben kann. Für Flugreisende ein wesentlicher Vorteil.
Bei vielen Innengestellen finden Sie alles, was Sie noch nie an einem Rucksack gesucht haben: Höhenverstellbares Tragesystem, mehrfache Unterteilung des Packsackes, Schneeschutz, höhenverstellbare Deckelklappe, Pickelschlaufen, Befestigungsmöglichkeiten ohne Ende, Kompressionsgurte und und und...

Passform und Qualität
Im Ernst, einige dieser Ausstattungsmerkmale sind äußerst sinnvoll, einige braucht man eher nicht. Für Sie ist es in erster Linie wichtig, dass der Rucksack die richtige Passform hat. Probieren Sie nicht nur den Rucksack in Ihrer Lieblingsfarbe auf und sagen: "Der passt!". Jeder Rücken ist anders, deshalb kann Ihnen nicht jeder Rucksack passen. Erfahren Sie die Unterschiede. Setzen Sie sich ruhig mal in die Limousine, auch wenn Sie nach einem Kleinwagen schauen. Viele Kunden haben ein Aha - Erlebnis: "So kann ein Rucksack also auch sitzen!". Plötzlich ist die Farbe zweitrangig.

Ein wichtiges Kriterium für Sie wie für uns ist die Qualität, sowohl die Qualität der Verarbeitung als auch die der Materialien. Bei der Auswahl für unser Programm achten wir darauf, dass unser Standard eingehalten wird. Moderne Maschinen und Fertigungsmethoden sorgen dafür, dass unsere Hersteller eine gleichbleibend hohe Verarbeitungsqualität gewährleisten.

Als Material für den Packsack wird hauptsächlich Polyamid (Nylon) verwendet, weil es die beste Abriebfestigkeit im Verhältnis zum Gewicht bietet. Seltener finden Sie Polyester. Oft wird ein texturiertes Material (z.B. Cordura) in verschiedenen Stärken verarbeitet. Wichtig ist, dass der Boden aus einem starken Material gearbeitet ist. Wenn wir bei der Produktbeschreibung zwei verschieden starke Materialien erwähnen, bezieht sich der höhere Wert auf den Boden. Die Stärke des Materials wird in Denier (den) angegeben. Bei einem 500er Cordura z.B., wiegen 9000 m Faden dieses Gewebes 500 Gramm. Rucksackgewebe haben in der Regel zwischen 420 und 1000 Denier.

Die von uns angebotenen Rucksäcke sind, mit der Ausnahme von Baumwoll-oder Baumwollmischgeweben, sämtlich aus beschichtetem Material. Das heißt aber nicht, dass der Rucksack als ganzes wasserdicht ist; Nähte und Reißverschlüsse sind Schwachstellen, an denen auch beim teuersten Rucksack auf Dauer das Wasser eindringt. Verwenden Sie deshalb unbedingt eine Regenhülle, wenn es gießt.
Preisunterschiede manifestieren sich häufig dort, wo die Qualitätsunterschiede nicht offen sichtbar sind. So wird bei billigen Rucksäcken ein minderwertiges Material für die Kompressions- und Befestigungsgurte verwendet. Auch beim Schaum für Schulter- und Hüftgurte gibt es auf den ersten Blick keine Unterschiede. Ein billiger Schaumstoff ermüdet jedoch schnell, der Tragekomfort nimmt ab. Wenn Sie also auf Dauer einen hohen Tragekomfort brauchen, sollten Sie auf einen qualitativ hochwertigen Schaumstoff achten.

Gurte und Grössen
S-förmig geschnittene Schultergurte passen sich Ihrer Anatomie an und geben Ihnen mehr Armfreiheit. Ein Brustgurt verhindert das Abrutschen der Schultergurte nach außen. Der Hüftgurt ist bei guten Rucksäcken mit einem Bilaminatschaum gepolstert, innen ein weicherer Schaum, um die Knochen abzupolstern, außen ein harter Schaum, um die Lastübertragung zu gewährleisten. Bei Rucksäcken für schwere Lasten ist der Hüftgurt nochmals, z.B. mit einer Kunststoffplatte, verstärkt. Um die richtige Größe für Sie zu finden, überlegen Sie, ob Sie den Rucksack nur als Transportmittel vom Flughafen zum Hotel brauchen, oder ob Sie wirklich wandern wollen. Wenn Sie den Rucksack nicht lange zu tragen brauchen, können Sie ihn ruhig etwas größer wählen.
Für anspruchsvolle Touren müssen Sie sich einschränken. Der Spaß beim Wandern macht die Entbehrung der Abendgarderobe mehr als wett. Als Richtwert gilt: mit ca. 15 kg läuft es sich noch recht kommod. Wenn Ihre Aufmerksamkeit mehr darauf gerichtet ist, Ihr Gepäck ans Ziel zu bringen als die Landschaft zu genießen, dann ist wohl irgend etwas schiefgelaufen.
Ein kleinerer Rucksack hilft Ihnen, beim Gepäck hauszuhalten, ist zudem leichter und in der Regel sogar etwas preiswerter als die große Ausführung.

Bepacken Sie Ihren Rucksack so, dass die schweren Sachen möglichst nah am Rücken sind. Im Normalfall trägt sich der Rucksack besser, wenn der Schwerpunkt weiter oben liegt. In alpinem Gelände (z.B. Skitouren, Hochtouren, Klettersteige) ist es günstiger, den Schwerpunkt nach unten zu legen - Sie verlieren nicht so schnell das Gleichgewicht. Packen Sie möglichst alles in den Rucksack hinein. Außen angebrachtes Gepäck verändert den Schwerpunkt und schwingt bei jedem Schritt mit. Wählen Sie einen entsprechend großen Rucksack.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf Ihrer nächsten Tour.